Forum Wohnbaupolitik
Gebe_klein

WIR LADEN EIN!

Dein persönlicher Beitrag:
Wohnbauförderung ZUSAMMEN denken

Zeit: 7.10.2015, 15:00-19:00 Uhr
Ort: Festivalzentrale, Marxergasse 1, 1030 Wien
Anmeldungen bitte an: office@forumwohnbaupolitik.at

urbanize! 2015 – Programm

Dein persönlicher Beitrag – Wohnbauförderung ZUSAMMEN denken

Das Forum Wohn-Bau-Politik gestaltet einen Workshop im Rahmen von „urbanize! 2015 | DO IT TOGETHER | Perspektiven eines kooperativen Urbanismus“, zu dem wir herzlich einladen!

Wir eröffnen in der Festivalzentrale, einem ehemaligen Finanzamt, eine Amtsstube, eruieren dort die persönlichen Wohnbauförderungsbeiträge der Festival-BesucherInnen, erfragen, welchem Zweck sie ihren Beitrag widmen wollen und dokumentieren die Ergebnisse beim Festival-Abschluss.

Hintergrund:

1 % der Bruttolohnsumme aller unselbstständig Erwerbstätigen Österreichs fließt in die Wohnbauförderung. Was einst als solidarische Leistung von allen für alle gedacht war, wurde im Lauf der Jahrzehnte immer mehr dem ursprünglichen Zweck entfremdet.

Wenn heute über die Weiterentwicklung der Wohnbauförderung diskutiert wird, dominiert beschämender Weise nur ein Thema: Dass die Wohnbauförderungs-Gelder überhaupt wieder ihrer Bestimmung zugeführt werden sollen, was bekannter Weise nicht in allen Bundesländern geschieht.

Aber was ist heute der Zweck? Der gleiche wie immer? Einerseits ja. Der viel zitierte „leistbare“ Wohnraum ist speziell in den Ballungsgebieten tatsächlich knapp. Heute wie damals geht es darum, diesen Mangel mittels Wohnbauförderungsgeldern zu beheben.

Andererseits aber nein. Denn die Wohnbauförderung muss sich grundlegend in den Dienst einer neuen Sache stellen – heute geht es nicht mehr darum der Individualisierung Vorschub zu leisten, vielmehr geht es darum, Wohnbau in den Dienst eines sozialen Miteinanders zu stellen. Es geht bereits heute und in Zukunft umso mehr um eine Wohnbau- und Wohnumfeldförderung. Um eine Förderung, welche gleichwertig die Interessen von Individuum und Gemeinschaft/Kommune in den Blick nimmt.

Es sollte nicht vergessen werden, dass die Einhebung des Wohnbauförderungsbeitrags grundsätzlich als solidarische Leistung von allen für alle gedacht war. Alle österreichischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen mit jeweils 0,5 % der Bruttolohnsumme zur Finanzierung bei. Was damals notwendig war, um gemeinsam den Wiederaufbau zu bewerkstelligen, ist heute genauso notwendig – paradoxer Weise, um genau diesen inneren Zusammenhalt der Gesellschaft, wie er damals durch die besonderen historischen Umstände gegeben war, wiederherzustellen und zu stärken.